G Suite und eigenen Mailserver gleichzeitig nutzen

20.08.2019 – Der erste Beitrag ist direkt ein Nicht-WordPress-Thema. G Suite ist ein tolles Tool für die Zusammenarbeit in Teams. Wenn viele Personen eine E-Mail-Adresse bekommen sollen, wird  G Suite allerdings auch schnell kostspielig, da hier pro Nutzer gezahlt wird. Wenn nicht alle Personen, die eine E-Mail-Adresse haben, Zugang zu den diversen G Suite Funktionen (Kalender, Drive etc.) brauchen, ist es erheblich kostengünstiger, für diese Personen die normalen E-Mail-Postfächer des Hosting-Anbieters zu verwenden. Das ist aber nicht ohne Weiteres möglich. Hier zeigen wir einen Trick, wie es trotzdem klappt:

Einrichtung

1. DNS Zone konfigurieren

In der DNS Zone der Domain werden für die Domäne die MX-Records angelegt, die auf die Google Mailserver leiten.

Zusätzlich geben wir für eine beliebige ungenutzte Subdomain einen weiteren MX-Record ein, der auf den Mailserver des Hosting-Anbieters leitet. In Beispiel nutzen wir die Subdomain mx (z. B. mx.domain.de).

2. Postfächer/Nutzer in G Suite anlegen

Angelegt werden nur die Nutzer, die wirklich Zugriff auf die diversen G Suite Funktionen brauchen. Nutzer, die nur eine E-Mail-Adresse brauchen, werden im nächsten Schritt im Webhosting-Account angelegt (z. B. Hetzner, All-Inkl, 1&1 usw.)

3. Subdomain und Postfächer auf dem Hosting-Account einrichten

Nun legen wir zuerst die Subdomain „mx“ im Hosting-Account an.  Anschließend die E-Mail-Postfächer für die Nutzer, die nicht G Suite nutzen sollen. Die Postfächer werden für die Subdomain angelegt, also z. B. name@mx.domain.de.

4. Umleitung in G Suite einrichten

In G Suite unter der Domain-Verwaltung wird über Apps > Gmail > Standardrouting eine neue Routing-Regel mit folgenden Optionen angelegt.


In den gelb markierten Bereich, setzt ihr eure angelegte Subdomain (z. B. „mx.domain.de“).

Anwendung

Die Verwendung ist jetzt denkbar einfach. Die G Suite Nutzer nutzen ganz normal G Suite. Die restlichen Nutzer richten sich das Postfach des Hosting-Anbieters ein. Als Absenderadresse wird dabei die normale Domain ohne die Subdomäne angegeben, also name@domain.de (ohne mx.).

Ankommende Nachrichten werden über zunächst an die Google Mailserver geleitet. Dort wird festgestellt, dass es keinen passenden G Suite Nutzer gibt. Anschließend wird durch die Routing-Regel die Mail für den neuen Empfänger name@mx.domain.de umgeschrieben und an die Mailserver des Hosting-Anbieters geleitet.  Wenn der Nutzer dann antwortet, antwortet er mit der normalen Domain. Der Empfänger bekommt diese Umleitung nicht mit, jedenfalls nicht offensichtlich.

Bei Fragen gerne melden: hilfe@level2.blog

Wenn ihr eine Webmail-Oberfläche braucht, die fast so gut ist, wie der Gmail-Webmailer, dann sprecht uns an. Wir können hier eine sehr gute selbstgehostete Lösung anbieten.